Die Apotheke ist für viele Menschen der niedrigschwelligste Zugang zum Gesundheitswesen — keine Terminvergabe, keine Wartezeit, keine Praxisgebühr. Wer dort berät, fängt einen erheblichen Teil dessen ab, was sonst in der Arztpraxis landen würde. Dazu kommen die pharmazeutischen Dienstleistungen, die seit einigen Jahren gesondert vergütet werden — Blutdruckmessung, Medikationsanalyse, Inhalationsschulung —, die Dermokosmetikberatung und der Botendienst, der während der Pandemie zur festen Einrichtung geworden ist. Für Quereinsteiger ist die Freiwahl der übliche Zugang; entscheidend ist, wie klar die Grenze zur beratungspflichtigen Abgabe gezogen wird.
Die LMU unterhält eines der größten pharmazeutischen Institute Deutschlands, im Umland sitzt eine der großen Apothekergenossenschaften mit ihrer Zentrale. Dazu die Bayerische Landesapothekerkammer und zwei Universitätsklinika mit eigenen Krankenhausapotheken. Die Kaufkraft ist die höchste Deutschlands — für das Selbstzahlergeschäft von Dermokosmetik bis Nahrungsergänzung ist das spürbar. Die Mieten allerdings auch.
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