Die Apotheke ist für viele Menschen der niedrigschwelligste Zugang zum Gesundheitswesen — keine Terminvergabe, keine Wartezeit, keine Praxisgebühr. Wer dort berät, fängt einen erheblichen Teil dessen ab, was sonst in der Arztpraxis landen würde. Dazu kommen die pharmazeutischen Dienstleistungen, die seit einigen Jahren gesondert vergütet werden — Blutdruckmessung, Medikationsanalyse, Inhalationsschulung —, die Dermokosmetikberatung und der Botendienst, der während der Pandemie zur festen Einrichtung geworden ist. Für Quereinsteiger ist die Freiwahl der übliche Zugang; entscheidend ist, wie klar die Grenze zur beratungspflichtigen Abgabe gezogen wird.
Die Uniklinik RWTH Aachen ist das größte zusammenhängende Klinikgebäude Europas und betreibt eine Krankenhausapotheke mit eigener Zytostatikaherstellung. In der Stadt sitzt zudem ein traditionsreicher Arzneimittelhersteller. Das Dreiländereck bringt eine Besonderheit mit: In Belgien und den Niederlanden ist die Apothekenversorgung anders geregelt, und der Grenzverkehr ist beträchtlich.
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